Zeittafel

07.11.1992 - Scheune auf dem Löwenkopf brennt ab
17.07.1976 - Ausgrabungen oberhalb des Löwenkopfs beginnen
1913 - Eröffnung der Buslinie Olbernhau - Zöblitz - Marienberg - Wolkenstein
1912 - Eröffnung des Gaststättenbetriebes im "Schützenhaus" als Erholungsheim, nachdem der Besitzer Otto Schönherr dieses an Seifert verkaufte
1911 - Versorgung der Stadt mit Elektrizität (erst Freiberger Überlandzentrale im Gespräch, dann für die Zwickauer vertraglich entschieden; bis 1913 installiert
1910 - Steinfabrik Zöblitz Angergasse (später Serpentinstraße 105) mit Kunststeinfabrikation (1916 in Liquidation) und Terrazzoherstellung; Lokomotive verwendet
- Gründung des Trommler- und Pfeifencorps
- 05.11.1910: Explosion und Brand in der Blechspielwarenfabrik Gustav Fischer
- Baustelle des Betriebsleiters Franz aus Krakau an der Bahnhofstraße genehmigt
30.06.1909 - König Friedrich August III. besichtigt die Sächsischen Serpentinsteinwerke und nimmt am Festessen im "Weißen Hirsch" teil
04.02.1909 - Hochwasser an der Kniebreche nach Schneeschmelze (Stadtkasse hilft)
1908 - Gründung des Ring- und Stemmklubs "Teutonia" (später Ring- und Turnverein) (17.02.)
- auf Anregung des Schuldirektors und Vorsitzenden des Erzgebirgsvereins Wappler wird ab 1908 für ein Volksbad gespart (Wappler am 11.08.1860 geb. in Annaberg)
1907 - Fertigstellung des Rathauses (Markt 23)
1906 - Bauverein gegründet durch Prof. Dr. Foehr
- Gasmeister Graß ermordet seine Ehefrau (15 Jahre Zuchthaus)
- Druckerei Alfred Berthold entstanden (zuerst Johannisstraße 15, dann Schützenstraße 1)
1904 - Pfarrer Munde leitet umfassende Innenrenovierungen der Kirche
08.07.1903 - der Kunsthistoriker Dr. Heinz Uhlemann wird geboren; er baut später in Solingen das Deutsche Klingenmuseum auf (vollständigste Blankwaffensammlung Europas)
1900 - Zöblitz besitzt eine von 41 Schülerherbergen in Deutschland und Luxemburg im Ratskeller (Johannisstraße 88) (ab Sommer in Regie des Erzgebirgsvereins)
- ab 1900 blies ein Posaunenquartett bei besonderen Anlässen und zu Festtagen vom Turm der Stadtkirche Zöblitz
- Beginn der Trottoir-Baumaßnahmen in der Stadt mit Granitplatten (z.B. Johannisstr. Gerbergasse 1908 (nochmaliger Hinweis 1908 (Zettel), Freiberger Straße gegenüber Fischer-Fabrik, wo Fischers Wohnhaus gerade 1900 entsteht und einen Wasseranschluß erhält / die restlichen Granitbordsteine sollen entlang des Rathauses in der Steingasse gelegt werden)
1898 - die Mädchenschule (zwischen der alten Pfarre und der Kirche) brennt ab (24.08.1898) (genutzt bis zum Bau der neuen Schule 1883)
1897 - Gründung einer Selekta zur weiteren Förderung und Bildung von Schulkindern in der hiesigen Schule
- Beschluss zur weiteren Hebung des Fremdenverkehrs in deren Ergebnis die erste Tourismusbroschüre von Zöblitz und Umgebung 1898 entsteht
1896 - Einweihung des Siegerdenkmals von 1870/71 auf dem Markt am 06.09.1896
- Stadtfarben festgelegt: schwarz - goldgelb und Stadtwappen "Bärenkopf im goldenen Feld" erneuert
1894 - das 1649 errichtete Lehngerichtsgebäude (Markt 22, heute Postamt) brennt ab (08.06)
1893 - Fertigstellung einer Hochdruckwasserleitung und Einsatz eines Wassermeisters (Schulhausmeister Martin), Einweihung am 30.09.1893
1891 - Einrichten einer Volks- und Schulbibliothek (im Schulgebäude Schützenstraße), erstes Regulativ ist bereits vom 05.12.1890
- (Rasse-) Geflügelzüchterverein wird in der Restauration Albin Morgenstern gegründet am 12.03.1891 (1. Vorsitzender wird Rudolf Schönherr)
- Ausgründung eines Ansprunger Militärvereines
1890 - Pfarrer Karl Hermann Zabel gibt seine "Chronik von Zöblitz" heraus
1889 - Gründung der Wieland & Co Serpentinstein-Gesellschaft
1887 - letzter Nachtwächter in Zöblitz; Einführung eines Schutzmannes mit Nachtdienst
1886 - Gründung der Schießgesellschaft (25.08.1886) (R. Schönherr - Vors.)
1884 - Firma Ewald Pröger gegründet
1883 - Bau einer Zentralschule (Schützenstraße 11), geweiht am 19.10.
1882 - Gründung des Erzgebirgszweigvereins (1889 auch als "Gebirgsverein" bezeichnet)
1881 - Bau der Turnhalle an der Olbernhauer Straße (Weihe am 13.11.)
1879 - Gustav Fischer gründet eine Blechspielwarenfabrik (Freiberger Straße 19)
1878 - Paul Knäbchen gründet eine Kunstanstalt für Lichtdruck
1877 - Auflösung der Braugenossenschaft, die Brauerei wird privat weiter betrieben (Friedrich Theodor Jenson wird später als Brauereibesitzer genannt)
1876 - Standesamt gebildet
1875 - Zöblitz erhält Eisenbahnanschluss am 24.05.1875, nachdem die erste Probefahrt am 13.02.1875 erfolgreich verlief
- Julius Fricke, Steifbruder von Carl Wagner, (Johannisstraße 15) begründet eine Kindertrommelproduktion
- Karl Gustav Arnold stellt den Antrag zur Erweiterung seiner wasserbaulichen Anlagen mit Verlängerung des Wassergrabens auf seinem Grundstück Parzelle 278 für Zöblitz, wobei der Abriss der Schneidemühle und der Aufbau einer Mehlmühle erfolgen soll sowie die Errichtung einer Schneidemühle auf dem Niederlautersteiner Flurstück-Nr.: 303a (1876 genehmigt)
1870 - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr als Turnerfeuerwehr (09.02.1870)
1869 - wird in Hamburg am 24.06. auf der Generalversammlung die Auflösung der Serpentinstein-AG beschlossen (Ansprüche 3. Nur noch bis 22.03.1870)
1867 - Eduard Leichsenring geb. in Lichtenstein, 1860 in Grünhainichen bereits Klempner, richtet in der Johannisstraße eine Fabrikation von Blechspielwaren ein (am 03.09.1867, heute in der Johannisstr.117); sein erster Mitarbeiter war Otto Knäbchen aus Meißen, der kurze Zeit später eine Dosenherstellung eröffnete, die nach wenigen Monaten endete und der dann eine Streichholzfabrik außerhalb der Stadt (Brandgefahr) auf dem Ziegenbock errichtete
1865 - Beginn der Blechwarenherstellung in Zöblitz durch Carl Wagner aus Grünhainichen (später Fricke Markt 30 - am 23.09.1865 teilt das erzgeb. Nachrichten- und Anzeigeblatt mit, dass die Witwe des verstorbenen Präsidenten Lincoln bei der Zöblitzer Serpentinsteinaktiengesellschaft einen großen kubischen Grabstein mit der Inschrift "Abraham Lincoln" anfertigen lässt
1864 - Gründung des Militärvereins (04.08.1864) mit Zöblitz, Ansprung und Rübenau und Einrichtung der Krankenunterstützungskasse durch den Militärverein
1863 - Gründung des Turnvereins (11.06.) (lt. Statistik von 1879: 11.07.)
1861 - Gründung der Sächsischen Serpentinstein AG durch Hamburger Aktionäre unter Aufkauf aller Steinbrüche und der Oelmühle am Knesenbach
- Gründung der Städtischen Sparkasse und Stadtbank Zöblitz
1856 - Zöblitz wird Sitz eines Gerichtsamtes
1854 - großer Stadtbrand (230 Gebäude werden zerstört, 998 Obdachlose nach dem Brand und große Abwanderungswelle) (andere Angaben: 102 Wohngebäude, 82 Hinterhäuser, 23 Scheunen, 225 Familien und 1100 Obdachlose) (nur 20 Häuser verschont)
1849 - Zeichnungen der Häuser von Zöblitz
1848 - Gründung eines "Bürgervereins zu Zöblitz" als Zweigverein des "Deutschen Vereins" in Leipzig
1843 - Errichtung eines Armenhauses und Krankenhauses (Tempelweg 65)
- Ende der Holzfreiheit (erst 1851 hält sich der letzte Zöblitzer daran)
- November 1843: das Rathaus in der Johannisstraße 14 erhält einen Turm durch Zimmermeister Siegel aus Lengefeld
- das heutige Sägewerk, damals Holzfabrik Kniebreche wird gegründet (Clausnitzer, Moritz 1936)
1842 - Bildung eines Armenvereins
- Friedhof an der Olbernhauer Straße erweitert
- Parochie Zöblitz wird Teil der Ephorie Marienberg
1840 - Gründung des Männergesangvereines "Lyra"
1838 - Einrichten eines ständigen Rathauses in Johannisstraße 14 (1843 mit Turm versehen)
- das Brauhaus am Markt brennt am 18.10.1838 ab und beschädigt auch den Marktturm (auch als Stadtturm bezeichnet) mit Glöckchen und Saigeruhr stark, der dann restlichst abgerissen wird und an seiner Stelle ein Bassin mit Holzgeländer (1840) entsteht in der Funktion als Löschhilfe bei Bränden (heutiger Springbrunnen) durch Theophilus Meischer aus Mittelsaida (bis 1840 vollendet)
1836 - Fertigstellung der Knabenschule (Umbau des Diakonats, späteres Fricke-Haus, Markt 30)
- endgültige Aufhebung des Bergregalrechtes von 1620
- Gründung eines Frauenvereins
1835 - Errichtung einer Zeichenschule für Serpentinsteindrechslerausbildung (bis 18? bestanden) (sicher existent im Jahre 1862)
1834 - Zöblitz hat 1330 Einwohner - erstmals wird ein Bürgermeister (Theodor Eduard Damm) eingesetzt ab 18.06. (bis 1838)
- Erteilung einer Konzession für die Stadtapotheke
- Bau der Marienberger Straße über den Hüttengrund (heute Bahnhofstraße/B 171) unter Bauverzicht des "Alten Böhmischen Steiges" von Rübenau über Zöblitz nach Lauterbach und nach Lauta
1832 - endet die Lehngerichtsbarkeit mit der neuen Sächsischen Städteordnung und Gemeindereform
1830 - erster Arzt in Zöblitz angestellt aus einer französischen Emigrantenfamilie Dr. med. Potel
01.07.1829 - Prinz Friedrich August besucht Zöblitz
1828 - Carl Wilhelm Hering, Pfarrer in Zöblitz von 1817 bis 1832, gibt seine "Geschichte des Sächsischen Hochlandes" heraus (geb.: 27.01.1790 in Freiberg)
- Steinzeichnung von Christian Friedrich Mäschel (war Rector der Schule in Zöblitz, stirbt 1838)
1825 - erstes Postamt befindet sich im Wetzel´schen Gutshaus (Markt 81) ab 01.07
1824 - die erste Postlinie Marienberg - Zöblitz - Olbernhau - Sayda - Frauenstein - Freiberg wird am 01.07.1824 eingerichtet
1820 - der Pranger am Lehngericht wird entfernt
- ab 1820 findet ein Silvestergottesdienst in Zöblitz statt
1817 - privilegierte Schützengilde gegründet, die nur wenige Jahre bestand (s.S.192 /14/)
23.08.1813 Zar Alexander I. von Russland hält mit Fürst Schwarzenberg, Fürst Repnin und Fürst Metternich Kriegsrat in Zöblitz und übernachtet im Pfarrhaus (6000 Pferde und 30 000 Gemeine lagerten in und um der Stadt)
1801 - Bau eines Malzhauses
1787 - grundlegende Erneuerung der Schule bei der die Kirchgasse mit überbaut wird (bis 1898 ) (Mädchenschule nur noch ab 1836) (heute neben Rathausggarten)
1776 - Zöblitzer Pfefferkuchen werden durch "Zuckerbäcker Flader" erstmalig erwähnt und bekannt (Markt 32)
1774 - am 25./26.02.1774 vernichtete ein Stadtbrand 82 Gebäude (69 Wohnhäuser, 13 Scheunen) (die 1772 gegründete Serpentinstein-Gesellschaft zerfällt dadurch) nur Kirche, Pfarrhäuser, Schule und 43 Bürgerhäuser blieben erhalten (98 Familien werden obdachlos)63 205 Taler Schaden
1773 - Kurfürst Friedrich August II. besucht Zöblitz
- letzte Hinrichtung in Zöblitz am 26.11.1773 (Joseph Ihle aus Brandau)
1771/72 - große Hungersnot (235 Tote)
1766 - reiste der österreichisch-ungarische Kaiser Joseph II. im Juni durch Zöblitz von seinem Jagdsitz Kallich (Kalek) kommend
1764 - Zöblitz hat 15 besessene Mann, 43 Gärtner, 48 Häusler
- Freigabe der Regalblöcke und des roten Serpentinits, um die Not der Serpentinsteindrechsler zu lindern
1756 - 1763 - während des 7-jährigen Krieges musste Zöblitz mehrfach hohe Contributionen entrichten bei einer fast am Boden liegenden Serpentinsteinverarbeitung
1752 - Zöblitz wird bis 1819 erneut Sitz des Amtes Lauterstein (Bahnhofstraße 01) im extra neu errichteten Amtsgerichtsgebäude
- verstirbt der Pfarrer Wilhelm Steinbach am 12.07. an einer Geschwulsterkrankung
um 1750 - Blütezeit der Serpentinsteinverarbeitung (72 Meister), 48 Brauberechtigte, es existierten: Ober- und Unterförsterei; Königl. Serpentinsteinhaus; Adelig Berbisdorfisches Anschnitthaus (Bergamtsgebäude); Pfarre; Erblehngericht; freie Baderei; Brauhaus; Schlachtbank im Marktturm mit Glöckchen und Saigeruhr
1750 - Magister Wilhelm Steinbach (Pfarrer in Zöblitz von 1727 - 1752) schreibt die erste Chronik von Zöblitz (geb.: 1691 in Thum/1703:Gymnasium Annaberg/1713: Magister in Wittenberg)
1747 - Christian Gottfried Müller am 24.12.1747 geboren in Zöblitz /Schulmeister und Verfasser pädagogischer Schriften/Rector in Weida (bei Zeitz), in Schleiz, Naumburg und des Gymnasiums in Naumburg (1788)
- farbige Innenausmalung der Kirche Fuchs aus Katharinenberg
1744 - feierliche Weihe der Kirche zum Michaelisfest (29. September)
1742 - Gottfried Silbermann übergibt die von ihm geschaffene Orgel die Weihe findet am 15.07.1742 durch Kantor Krause aus Annaberg statt (1996/97 restauriert)
1740 - ab sofort kann Zöblitz 3 Jahrmärkte abhalten
- Lieferung von 272 Geländersäulen an die Hofkirche zu Dresden, bis 1752 insgesamt 608, die nach Entwürfen des italienischen Architekten Gaetano Chiaveris gefertigt worden waren
1738 - Errichten der Kniebreche
1734 - Kurfürst Friedrich August II. hält eine große Jagd ab und schießt nach großer Treibjagd 865 Stück Wild bei Ansprung
1728/29 - Bau der Kirche im Stile des Barock (Johann Christian Simon (1688-1760), Dresden; Teile der Ausstattung aus Serpentinit)
1713/14 - Pestfälle
1711 - stirbt im Alter von 108 Jahren die bisher älteste Zöblitzerin Ursula Albrecht
1710 - der russische Zar Peter der Große reist durch Zöblitz
- eine neue große Glocke für die Kirche wird gegossen und ihrer Funktion übergeben
1708 - Besuch August des Starken und Besichtigung der Serpentinsteinbrüche
1700 - 526 Einwohner in Zöblitz
1697 - Zöblitz hat 106 Häuser und nur 3 wüste Stellen
1690 - die Innung der Maurer und Tischler organisiert sich
- die ältesten bekannten Statute der Kantoreigesellschaft
1684 - 1697 - Zöblitz ist Sitz des Amtes Lauterstein (wurde als "Schösserei" bezeichnet)
1672 2 Jahrmärkte dürfen abgehalten werden
1661 - Befreiung vom Grenzzoll für aus Böhmen eingeführtes Malz und Getreide (Geleitsfreiheit)
1654 - wird der "Regalschuppen" zur Durchsetzung des Regalrechtes von 1620 erbaut (Steinhaus in der Steingasse 186
1649 - Neubau des Lehngerichts am Markt durch Johann Ringk (nach dem 30 -jährigen Krieg kam das Tabak rauchen, Kaffee und Tee trinken in Mode) - Johann Rinck (spätere Schreibweise: Ringk) ist Lehnrichter (bis 1686)
1640/41 - die Pest tritt auf
1639 - großer Stadtbrand zerstört 80 Gebäude (Karfreitag, dem 12.04. von schwedischen Reitern)
1637 - die Pest tritt erneut auf und die rote Ruh
1632/33 - Pest und hitziges Fieber
1632 - 11 Häuser und 9 Scheunen werden von kaiserlichen Soldaten unter General Holk im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt (01.09.1632)
- zwei Tote bei Überfall von Kroaten (Marienberg von Kaiserlichen belagert)
- das Forsthaus auf dem Hüttenfeld wird zerstört
1630 - eine gewisse Furich stirbt im Alter von 105 Jahren und erlebte 105 Enkel und Urenkel
1629 - Landbaumeister Wilhelm Dilich zeichnet die älteste erhaltene Stadtansicht von Zöblitz
- Name: Zöbeltitz auch Zobelicz
1626 - ein Stadtbrand legt fast alle Häuser in Schutt und Asche
1625 - Kurfürst Johann Georg I. hält in Zöblitz und Umgebung erneut eine große Jagd ab
- Pest in Zöblitz (323 Tote)
1620 - erlässt der Sächs. Königshof das "Regalrecht", welches speziell den roten Stein und größere Blöcke für den Königshof reserviert
1616 - Aufstellen des Taufsteines aus Serpentin in der Kirche (1613 gefertigt von George Trübenbach)
1609 - werden neue Serpentinsteinvorkommen auf der Harthe entdeckt
1607 - Rübenau wird von der Parochie Zöblitz ausgepfarrt und wird Filiale von Kühnhaide
1606 - halbe Land- und Tranksteuerbefreiung ab 30.10.1606 (später mehrfach erneuert)
1604 - Name: Zöblitz
1598/99 - die Pest wütet (im Kirchspiel sterben über 400 Personen)
1587 - Gründung der Zeug- und Leineweberzunft
1583 - Elias Oehmichen ist Lehnrichter (bis 1622)
- berichtet der Schösser zu Lauterstein, dass der bisherige Serpentinsteinbruch "Münzgrube" bald erlischt, ein neuer nicht in Aussicht ist
1582/83 - die Pest tritt auf
1575 - Kurfürst August ruft den italienischen Architekten und Bildhauer Giovanni Maria Nosseni ins Land, der der Serpentinsteinverarbeitung einen bedeutenden Aufschwung beschert, indem der "Sächsische Marmor" Einzug in die Bauarchitektur seiner Zeit findet (lt. Schumanns Zeitungslexikon 1828: erster Bruch 1577 auf Gregor Michels Gebiet - Schlossbergstraße - Flath)
um 1570 - älteste Karten von Oeder
1566 - Daniel Hänichen wird in Zöblitz geboren; Sohn des ersten Zöblitzer Pfarrers; 1589 Schulmeister in Z., 1592 Pfarrer, später Diaconus in Marienberg, Pastor in Mittweida
1602: Superintendent Annaberg
1610: Hofprediger in Dresden
1618: Hofprediger in Prag (verstorben 02.10.1619)
1559 - (29.09.1559) Kurfürst August kauft die Herrschaft Lauterstein von den Herren von Berbisdorf und bildet das Amt Lauterstein (bei Erhalt verschiedener Privilegien); der Serpentinstein wird nicht erwähnt, obwohl 1546 Agricola davon schon berichtete; erster Amtsschösser wird Johann Heinze aus Chemnitz (bis 1586)
- das Kursächsische Amt Lauterstein entstand, Erblehnrichter verwalteten Zöblitz
- Name: Zöppelitz
1557 - Errichtung des Marktturmes mit Saigeruhr und Glöckchen (1838 beim Brauhausbrand abrissreif beschädigt)
1555 - Gründung der Siebenzunft (Bäcker, Fleischer, Schuster, Schneider, Böttcher, Schmiede, Gerber und später Wagner) durch die Herren von Berbisdorf bestätigt, erneuert 1614 von Johann Georg I.
- Name: Zöppels
1552 - Zöblitz hat 55 besessene Mann, 4 Häusler, 46 Inwohner
- Nicol Oehmichen ist Lehnrichter (bis 1583)
1546 - Georgius Agricola berichtet, dass aus Serpentinit Löffel, Becher und Wärmesteine hergestellt werden
1544 - Caspar Hänichen ist erster evangelischer Pfarrer in Zöblitz, gleichzeitig scheidet Zöblitz als Teil des Archidiakonats Chemnitz aus
1539 - Reformation - Zöblitz bleibt eigenständige Parochie, eingepfarrt sind Ansprung, Sorgau, später auch Grundau, Rübenau, Pobershau (Amtsseite) und Nennigmühle.
- Name: Zöbelitz
1534 - der Zöblitzer Serpentinstein wird beim Bau des Domes in Meißen mitverwendet
1531 - Zöblitz wird Unterbergamt von Freiberg (bis 1539)
1529 - Martin Luther trinkt in Schleiz beim Bürgermeister aus einem Serpentinsteinkrug (lt. Dr. Mathe´) (vermutlich aus Zöblitzer Serpentinstein)
1526 - Name: Czobloß
1525 - Name: Scoblitz
1524 - Beginn des "Zöblitzer Bierkrieges". Dieser endet 1692 mit dem Ergebnis der Rechtmäßigkeit des alten Herkommens des Braurechts von Zöblitz und der Zwangsabnahme durch neun umliegende Ortschaften
1501 - Name: Zcoblis oder Sobeliß
- Zöblitz hat lt. Türkensteuerregister 21 besessene Mann
1497 - Name: Zobellis oder Tzobliz
- teilten die zerstrittenen Berbisdorfer die Herrschaft in Ober- und Niederlauterstein, durch eine Mauer im Schloss Niederlauterstein offenbart, weshalb die Burg Nidberg bereits vor 1497 nicht mehr existiert haben kann, da sie sonst sicher als Oberlauterstein bezeichnet worden wäre (nach Zabel)
1488 - Zöblitz wird erstmals als Bergstadt erwähnt
- Name: Czobeliß
- Bau einer Kirche, Turm mit hölzernen Wehrgang
1482 - Bergbauinspektor Christoph Illgen, hochadliger von Berbisdorfer stirbt (lt.Dr.Mathe); regte seinen Dienstjungen Matz Brinnel an, seine Serpentinsteinschnitzereien fortzusetzen
1480 - erstmals wird das Zöblitzer Stadtsiegel nachgewiesen (hersehender Bären- oder Zobelkopf)
um 1450 - Matz Brinnel (Matthias Brendel) entdeckt beim Viehhüten den Serpentinstein mit seinen guten Bearbeitungseigenschaften
1434 - die Burggrafen von Leisnig verkaufen die Herrschaft Lauterstein an Caspar von Berbisdorf
- Name: Tzebeliz
1427 - Pest in Zöblitz (lt. Festschrift 950 Jahrfeier)
1401 - Name: Czobolin
1361 - Name: oppidum Lutersteyn
05.10.1323 - erste urkundliche Erwähnung des Ortes: Markgraf Friedrich der Freidige von Meißen belehnt den Burggrafen Albrecht von Altenburg und Otto von Leisnig mit der Burg Lauterstein und dem "stetechen zcobelin mit dem zcolle" (Besitzer die Herren von Schellenberg vor 1323)
1292 - Erwähnung der Burg Nidberg
um 1150 - Werner von Erdmannsdorf errichtet die Burg Nidberg